Als bekennende Quilterin bekam ich zum Geburtstag ein Buch, einen amerikanischen Roman, der sich natürlich auch mit diesem Thema auseinander setzt. Letztendlich ging es in der Geschichte auch um gegenseitige Hilfe, um Miteinander und Füreinander, und das ist ja eigentlich der Ursprung dieser ganzen Patchworkgeschichte: die Frauen in alten Zeiten machten aus alten, zerrissenen Kleidungsstücke wärmende Decken, und das meist in Gesellschaft anderer Frauen. Man traf sich zum Nähen und Quilten, das waren die „Events“ in dieser Zeit.
Aus irgend einem Grund suchte ich im weltweiten Netz nach irgend etwas, ich hab mir jetzt wirklich ein paar Tage lang den Kopf darüber zerbrochen, was die Ursache war. Aber ich komm nicht mehr drauf. Es ist auch egal. Wichtig ist, was ich gefunden habe:
Eine Frau, die „hinterm Deich“ wohnt, macht mehr oder weniger in Eigenregie Quilts für drei Kinderhospize. Auch für andere Hilfsprojekte. Sie bittet um Stoffspenden, zeigt Links auf, die zu Hilfsprojekten führen, und lässt andere Mitarbeiter-innen Blocks für Quilts nähen. Diese einzelnen Blocks kann man ihr schicken, und sie verarbeitet diese Blocks zusammen mit einer Freundin zu Quilts für Kinder und für die Hospizhäuser, damit etwas Schönes an den Wänden hängt.
Das ist genau das, worum es geht: nicht ständig nur meckern, dass nichts mehr funktioniert in unserer „zivilisierten“ Welt, darüber, dass Sozialleistungen immer mehr heruntergeschraubt werden….. sondern etwas TUN!
Das hat mich nun auch veranlasst (warum bin ich nicht selbst auf diese Idee gekommen???) – einen Quilt für ein Hospiz zu nähen, Blocks an die „Frau hinterm Deich“ zu schicken, ein Kinderhospiz mit einer Spende zu unterstützen.
Außerdem überlege ich, wie ich Massagegäste dazu bringen kann, sich massieren zu lassen zum „normalen Preis“ und ich spende genau diese Massage.
Im Grund geht es uns allen doch immer noch gut. Den Meisten wenigstens. Wir haben ein Dach über dem Kopf, sind mehr oder weniger gesund, haben unser Auskommen. Vieles von dem, was uns so schrecklich wichtig ist an Gütern, ist gar nicht notwendig. Not-wendig. Es ist so unnötig, weil es unsere nicht vorhandene Not nicht wenden, nicht abwenden muss.
Und wenn wir (ich eingeschlossen) immer so gut sind mit Vorsätzen fürs neue Jahr: dies ist meiner! Siehe oben.